Aymie kam am 15.03.2007 aus einem französischen Tierheim zu den Assisi Tierschutzengeln. Aymie sollte ursprünglich in eine Pflegestelle einziehen. Als ich Aymie sah, entschied ich sie bis nach der O.P. bei mir zu behalten. Sie hatte am Bauch einen kindskopfgroßen ‘Tumor:

Noch am selben Tag fuhr ich mit Aymie in die Tierklinik. Es wurde sofort ein O.P.-Termin für den nächsten Vormittag vereinbart.
Die O.P. verlief gut. Aymie erholte sich sehr schnell. Aymie war ein ganz besonders Mäuschen; so dankbar; so lieb; ein Herzchen ohne Gleichen.
Aymie hatte zwischenzeitlich eine wunderbare Bewerbung. Nach sehr positiven Gesprächen, Vorkontrolle usw. war klar, daß Aymie eine neue Familie hat.
Die Kleine sollte bis zur Nachuntersuchung und zum Fäden ziehen bei mir bleiben und dann umziehen.
Bei der Nachuntersuchung wurde nochmals bestätigt, daß der Tumor nicht gestreut hat und Aymie die besten Chancen hatte, uralt zu werden. Wäre die Nachuntersuchung negativ ausgefallen, wäre Aymie auf jeden Fall bei uns geblieben !
Aymie wurde am nächsten Tag von ihrem neuen Frauchen abgeholt.

Wyhl, Kerstin Haas

 

Am 30.03.2007 war es endlich soweit. Mit einer Freundin habe ich mich auf den Weg nach Wyhl gemacht um unser neues Familienmitglied abzuholen: Aymie! War die putzig wie sie durch den Garten angerannt kam. Die ganze Heimfahrt ist sie mucksmäuschenstill auf meinem Schoß gesessen und hat aus dem Fenster geschaut.

Zu Hause angekommen kann man dann nur eins sagen: Aymie kam - wurde gesehen - und siegte!!!! Und zwar in jeder Beziehung. Unsere kleine Maus war völlig unkompliziert im Umgang mit allen Zwei- und Vierbeinern und jeder hat sie gemocht. Und ich hab sie geliebt! Aymie hat es sogar geschafft meinen Opa um den Finger zu wickeln. Und der war früher Briefträger und überhaupt kein Hundefreund. Aber auf die täglichen Aymie-Besuche hat sogar er sich gefreut.

Unser kleines ungetrübtes Glück hielt allerdings nur zwei Wochen. Dann habe ich bei einer unserer Schmusestunden einen kleinen "Knubbel" an der Innenseite ihres rechten Hinterbeines entdeckt. Aus diesem "Knubbel" wurde innerhalb kürzester Zeit ein golfballgroßer Bollen, der Aymie dann auch arg weh getan hat. Unser Tierarzt hat ihn dann entfernt. Schon direkt nach der OP, Aymie hat noch geschlafen, hat unser Tierarzt gemeint dass dieser Bollen wohl eine Metastase gewesen ist und er sich sicher ist dass noch weitere kommen werden.

Optimist wie ich bin habe ich natürlich gesagt dass diese Geschichte hiermit erledigt ist und wir keine weiteren "Bollen" gebrauchen können. Aber, wie es im Leben halt so spielt wurden meine Hoffnungen schon beim Fäden ziehen zunichte gemacht. Unser Tierarzt tastete an der rechten Flanke und ich am Brustbein einen neuen "Knubbel". So. die Hoffnung gibt man aber erst ganz am Schluß auf!! Aymie bekam dann hochdosiert Kortison um das Wachstum zu bremsen.

Was folgte waren vier Wochen auf und ab. Mal hatte sie einen guten Tag und ist im Garten rumgehüpft, mal hatte sie einen schlechten Tag und wir haben sie aus lauter Angst ihr weh zu tun kaum angefasst.

Und dann kam der 11.Juni. Als ich am Abend von der Arbeit nach Hause kam war einer der inzwischen vier hühnereigrossen Tumore aufgeplatzt. Jetzt war der Zeitpunkt den ich gehofft habe dass wir ihn nie erreichen plötzlich da. Meine ganzen Hoffnungen und Träume noch eine schöne Zeit mit meinem Mausli zu haben, habe ich an diesem Abend mit ihr beerdigt.

Ich habe zwar immer versucht mich damit zu trösten dass meine Maus jetzt keine Schmerzen mehr hat und dass es ihr gut geht, aber jeder der sein Tier einschläfern muss oder auf andere Art verliert weis dass das eigentlich kein Trost ist. Jetzt bleiben mir nach unserer kurzen (zweieinhalb Monaten) aber wunderschönen Zeit mit Aymie wenigsten die Erinnerungen an sie erhalten wenn ich sie im Garten an ihrem Grab besuche.

Laufenburg, Elke Eisele